Judomeister + Zahnarzt

Judomeister + Zahnarzt

Drs. (NL) Frank Kooijmans, M.Sc. Kieferorthopädie

Beruflicher Werdegang:

  • 1982-1988 Studium der Zahnmedizin an der Universität Amsterdam (GU)
  • 1988 Famulatur in einer zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis, Minden
  • seit 1989 Teilhaber in einer kierferorthopädischen und zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis, Bielefeld
  • seit 2009 Mitglied Studiengruppe Kieferorthopädie, Universität Krems/Bonn
  • seit Juli 2010 niedergelassener Zahnarzt in der Graf-Adolf-Str. 24 in Düsseldorf
  • seit 2018 Dozent an der Donau-Universität Krems

  1. War selbstständiger Zahnarzt bzw. Kieferorthopäde Ihr Traumberuf?
    Ich wollte etwas mit wenig Papierarbeit machen und mehr mit den Händen und mit Menschen arbeiten. Da passte die Zahnmedizin sehr gut.
    Der Papierkram ist natürlich trotzdem sehr viel, vor allem in der Kieferorthopädie. In Düsseldorf die Abteilung Kieferorthopädie zu gründen kam für mich nur mit dem Angebot der oral + venture in Frage. Ich habe ja zwei Praxen. In Bielefeld bin ich seit 26 Jahren mit meiner Praxis selbstständig, in der ich alleine angefangen habe. Mittlerweile sind wir 6 Kollegen mit eigenem Labor und überlegen eine zweite Praxis in Bielefeld zu eröffnen.
    Bei der Anfrage zusätzlich in Düsseldorf die Kieferorthopädie zu betreuen, habe ich damals gleich gedacht, das könnte was für mich sein. Mal komplett raus, andere Kollegen kennen lernen und etwas anderes machen.

  2. Was schätzen Sie an den Pluszahnärzten®?
    Ich weiß, wie viel Arbeit eine Praxis macht. Ich habe mir hier mittlerweile sogar viel abgeguckt und für meine Praxis in Bielefeld übernommen. Die Strukturen, die ich hier in Düsseldorf kennen gelernt habe, haben mir gut gefallen und ich dachte, das könnten wir in Bielefeld auch so machen. Die Telefonzentrale ist durchgängig besetzt, das ist sehr praktisch und ich muss mich gar nicht darum kümmern, wenn z.B. jemand krank ist.
    Die Abrechnung ist zentralisiert, die EDV ist organisiert. Das ist super, denn dazu habe ich vielleicht auch nicht die Affinität wie die jüngeren Ärzte heute. Mit Neuerungen, Risiken und Sicherheit brauche ich mich nicht auseinander zu setzen. Selbst die Werbung wird organisiert.

    Natürlich zahlt man dafür, aber es wird einem einfach sehr viel abgenommen und das macht es mir einfacher mich auf die Zahnmedizin zu konzentrieren. Ich habe in Düsseldorf wesentlich weniger Nebenarbeit, um alles am Laufen zu halten. Ich weiß, wenn ich das nicht hätte, hätte ich auch Kosten und außerdem auch die Probleme dabei. So ist es für mich viel entspannter.

  3. Sie besitzen den schwarzen Gürtel im Judo?
    Ja, aber wegen einer Knieverletzung ist das gerade nicht möglich und ich bin auch schon länger nicht mehr aktiv. Ich kann mich aber nicht vom Gürtel und Anzug trennen.
    Ich habe mit 6 oder 7 angefangen, Wettkämpfe mitgemacht und später auch Kinder unterrichtet. Irgendwann erlebte ich mit, wie ein Judo-Kämpfer mit ausgekugelter Schulter ins Krankenhaus gebracht werden musste. Da wurde mir bewusst, dass es auch mich selbst treffen kann. Als selbstständiger Arzt ist das ein ernstes Problem. Ich hab dann damals aufgehört, das war mir zu gefährlich und reines Techniktraining reicht mir nicht.

    Aber selbst im Beruf kommt mir dieser Sport zu Gute. Durch ihn habe ich Kampfgeist entwickelt und er lässt mich in vielen Situationen nicht so leicht aufgeben.

  4. Haben Sie, jetzt wo Sie im Judo nicht mehr aktiv sind, einen Ausgleich gefunden?
    Wir wohnen sehr schön in Bielefeld und spazieren sehr viel. Der Ausgleich in der Natur ist mir sehr wichtig. Mal in diese Richtung, mal in die andere laufen. Ohne, dass man seine Sporttasche packen muss. Dafür nehme ich mir sehr gerne Zeit.

  5. Haben Sie noch bestimmte Ziele im Leben?
    Ich möchte mir, wenn ich älter bin, das Leben etwas ruhiger einrichten und mehr genießen. Natürlich nicht von 100 auf null sondern Stück für Stück. Dadurch, dass ich diese Strukturen bei den Pluszahnärzten habe, wird das wahrscheinlich einfacher und mir wird einiges abgenommen. Ich weiß hier, auch wenn ich etwas nicht selbst mache, es wird richtig und prompt umgesetzt. Im Moment habe ich noch großen Spaß daran beides zu kombinieren, Bielefeld und Düsseldorf. Das habe ich nur wegen der vorhandenen Strukturen der oral + venture gewagt und mit ihnen lässt sich auch das ruhiger Werden irgendwann gut umsetzen.

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